• 05.10.2022
      22:15 Uhr
      Leben in Geschichten - Wolfgang Kohlhaase rbb Fernsehen
       

      Wolfgang Kohlhaase ist mit 91 Jahren verstorben. Die Lebensorte des deutschen Drehbuchautors, Regisseurs und
      Schriftstellers Wolfgang Kohlhaase kreuzten und verbanden sich immer wieder mit seinen Filmgeschichten. Berlin war der
      Stoff seines Lebens und seiner Filme: Wolfgang Kohlhaase war 14, als der Krieg vor seiner Haustür, im Berliner Vorort
      Adlershof, endete.

      Mittwoch, 05.10.22
      22:15 - 23:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 22:14
      Stereo

      Wolfgang Kohlhaase ist mit 91 Jahren verstorben. Die Lebensorte des deutschen Drehbuchautors, Regisseurs und
      Schriftstellers Wolfgang Kohlhaase kreuzten und verbanden sich immer wieder mit seinen Filmgeschichten. Berlin war der
      Stoff seines Lebens und seiner Filme: Wolfgang Kohlhaase war 14, als der Krieg vor seiner Haustür, im Berliner Vorort
      Adlershof, endete.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Lutz Pehnert

      Der Drehbuchautor, Regisseur und Schriftsteller Wolfgang Kohlhaase, geboren 1931 in Berlin, schrieb seit über einem halben Jahrhundert Geschichten für Film und Fernsehen. Die meisten entstanden in der DDR. Er hat insgesamt über 30 Filme realisiert, unter anderem mit Regisseuren wie Gerhard Klein, Konrad Wolf und Andreas Dresen. Der Impuls für Kohlhaases Filmgeschichten: Sie erzählen von den Menschen, die auch im Publikum sitzen, vom Berliner Alltag und dem Lebensgefühl in der Stadt. Liebevoll und realitätsnah schilderte Kohlhaase, wie sich Menschen durchs Leben schlagen. Dieses Porträt zeigt, wie sich seine Lebensorte mit seinen Filmgeschichten immer wieder kreuzten und verbanden.

      Wolfgang Kohlhaase war 14, als der Krieg vor seiner Haustür - im Berliner Vorort Adlershof - endete. Für den Sohn eines Maschinenschlossers und einer Hausfrau begann eine Zeit ungewohnter Neuigkeiten. Mit 16 war er Journalist bei einer Ostberliner Jugendzeitschrift. Mit 21 schrieb er sein erstes Drehbuch. Gemeinsam mit Regisseur Gerhard Klein drehte er in den 50er Jahren Filme über Berlin - über die Befindlichkeiten junger Menschen in der geteilten, aber noch offenen Stadt. "Berlin - Ecke Schönhauser" (1957) ist der bekannteste.

      Regisseur Konrad Wolf bot Kohlhaase die Mitarbeit an seinem Film "Ich war 19" an. Nach Gerhard Klein wird Konrad Wolf sein nächster wichtiger Partner und Freund. 15 Jahre arbeiteten sie gemeinsam. Ihr Film "Solo Sunny" über eine Schlagersängerin Anfang der 80er Jahre ist längst ein Klassiker der ostdeutschen Filmgeschichte. "Ist ohne Frühstück!", sagt Sunny, als sie morgens einen Mann wegschickt. Und als der sich kurz sträubt, setzt sie nach: "Ist auch ohne Diskussion!" Kohlhaase brauchte nur wenige Worte, um eine Figur in einen Charakter zu verwandeln. Soziale Präzision kennzeichnete fast alle seine Geschichten.

      Nach der Wende mangelte es dem Filmautor nicht an Angeboten. Er arbeitete lange an einem Drehbuch über RAF-Terroristen, die in der DDR untertauchten: "Die Stille nach dem Schuss", Regie: Volker Schlöndorff, hatte auf der Berlinale 2000 Premiere.

      Film von Lutz Pehnert

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      Mittwoch, 05.10.22
      22:15 - 23:00 Uhr (45 Min.)
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      VPS 22:14
      Stereo

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