• 19.06.2021
      14:00 Uhr
      Fahr mal hin Meer aus Stein - Die Pellenz in der Osteifel | SWR Fernsehen BW
       

      Sie ist keine Schönheit und vor Arbeit ganz grau. So besang Popstar Herbert Grönemeyer seine Heimatstadt Bochum Mitte der 1980er Jahre und das passt ein bisschen auch zur Pellenz, einer Landschaft im Nordosten von Rheinland-Pfalz. Sie erstreckt sich zwischen Andernach und Mayen und wird im Süden vom Flüsschen Nette begrenzt.

      Samstag, 19.06.21
      14:00 - 14:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Sie ist keine Schönheit und vor Arbeit ganz grau. So besang Popstar Herbert Grönemeyer seine Heimatstadt Bochum Mitte der 1980er Jahre und das passt ein bisschen auch zur Pellenz, einer Landschaft im Nordosten von Rheinland-Pfalz. Sie erstreckt sich zwischen Andernach und Mayen und wird im Süden vom Flüsschen Nette begrenzt.

       

      Sie ist keine Schönheit und vor Arbeit ganz grau. So besang Popstar Herbert Grönemeyer seine Heimatstadt Bochum Mitte der 1980er Jahre und das passt ein bisschen auch zur Pellenz, einer Landschaft im Nordosten von Rheinland-Pfalz. Sie erstreckt sich zwischen Andernach und Mayen und wird im Süden vom Flüsschen Nette begrenzt.

      Es ist eine Landschaft, die man erobern muss, weil sie nicht auf den ersten Blick gefällig ist. Steinbrüche, Basalt- und Lavaabbau haben sich tief in das Landschaftsbild hineingegraben. Gestein, erschaffen von Vulkanen. 10.000 Jahre ist es her, dass in der Pellenz der letzte Vulkan ausbrach. Er spuckte Lava und Asche, begrub das ganze Land unter sich und schuf ein steinernes Meer. Menschen bauten den Stein ab und formten eine neue Landschaft.

      "Fahr mal hin" bewegt sich auf den Spuren der Erdgeschichte. Mit Archäo-Techniker Kuno Menchen tauchen die Zuschauer*innen in die Zeit von vor rund 2000 Jahren, in das Römerbergwerk Meurin und dessen hochentwickelte Technik. Der Steinbildhauer Guido Krämer beweist, dass in jedem Stein Kunst steckt. Die Zuschauer*innen treffen die Kottenheimer Familie Behrendt, die aus einem alten Raiffeisen-Kassenlager einen Treffpunkt für Musiker*innen, Maler*innen und einen Ort für die Post geschaffen hat.

      Wer glaubt, dass ein Meer aus Stein zu schwer ist für Spiritualität, der war noch nicht in Fraukirch, einem verwunschenen Ort mit uralter Kirche und einem Biergarten - ganz bodenständig geführt von Familie Sesterhenn.

      Manche sagen, dass sich Basalt und Menschen hier in der Ost-Eifel irgendwie angenähert haben - wenn, dann aber nur im besten Sinne: schnörkellos und geradlinig mit unbeirrbarer Liebe zur Pellenz.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 31.07.2021