• 01.08.2021
      12:45 Uhr
      Europamagazin Moderation: Hendrike Brenninkmeyer | Das Erste
       

      Themen:

      • Belgien: Kampf der Papierlosen
      • Polen: Pressefreiheit unter Druck
      • Frankreich: Der rechte Bürgermeister von Fréjus
      • Bosnien-Herzegowina: Leben für wilde Pferde
      • Portugal: Die Muschel-Mafia vom Tejo

      Sonntag, 01.08.21
      12:45 - 13:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Belgien: Kampf der Papierlosen
      • Polen: Pressefreiheit unter Druck
      • Frankreich: Der rechte Bürgermeister von Fréjus
      • Bosnien-Herzegowina: Leben für wilde Pferde
      • Portugal: Die Muschel-Mafia vom Tejo

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Hendrike Brenninkmeyer
      • Belgien: Kampf der Papierlosen

      Seit Ende Mai waren mehr als 400 Migranten in Brüssel im Hungerstreik. Die vor allem aus arabischen Ländern stammenden Flüchtlinge wollten damit auf ihre Situation aufmerksam machen und ein Bleiberecht mit Arbeitserlaubnis erreichen. Viele von ihnen leben und arbeiten schon seit Jahren in Belgien - bisher aber ohne Anerkennung oder soziale Absicherung. Nachdem sich der gesundheitliche Zustand einiger Beteiligter verschlechtert hatte, geriet auch die belgische Regierung in eine ernsthafte Krise. Schließlich wurde die Aktion abgebrochen. Regierungsvertreter haben individuelle Prüfungen der Fälle zugesagt.

      • Polen: Pressefreiheit unter Druck

      Die nationalkonservative polnische Regierungspartei PiS versucht, ihren Einfluss auf Justiz und Medien immer weiter auszudehnen. Zurzeit im Fokus ist die unabhängige Sendergruppe TVN, die mit kritischer Berichterstattung hohe Marktanteile erreicht. Im Parlament wurde Anfang Juli eine Gesetzesänderung eingebracht, mit der die Lizenzvergabe für private Hörfunk- und Fernsehsender neu geregelt werden soll. In Zukunft müssen diese ihren Sitz im Europäischen Wirtschaftsraum haben. Doch auch in der EU ansässige Medienunternehmen sind betroffen. Zahlreiche Regionalblätter, die zu deutschen Verlagsgruppen gehörten, haben inzwischen neue polnische Besitzer.

      • Frankreich: Der rechte Bürgermeister von Fréjus

      Seit 2014 ist David Rachline Bürgermeister von Fréjus, einer mittelgroßen Stadt an der Cote d'Azur. Das langjährige Parteimitglied des rechtsextremen Rassemblement National ist ein Bewunderer von Parteigründer Jean-Marie Le Pen - berüchtigt für seine antisemitischen Äußerungen. Und das, obwohl Rachline selbst einer jüdischen Familie entstammt. Arbeitslosigkeit, Überalterung, eine verödete Innenstadt sind die Probleme mit denen Rachline in Fréjus zu kämpfen hat. Und es gibt auch Gegenwind aus der Bevölkerung. Eine Bürgerinitiative wendet sich vor allem gegen die dem Bürgermeister zugeschriebenen Bausünden und kritisiert seine nicht gehaltenen Versprechen.

      • Bosnien-Herzegowina: Leben für wilde Pferde

      Im südwestlichen Teil von Bosnien und Herzegowina durchstreifen wilde Pferde die Hochflächen des Cincar-Gebirges. Ihren Ursprung haben die Herden in den 60er Jahren. Damals wurden die in der Landwirtschaft eingesetzten Pferde mehr und mehr durch Traktoren ersetzt und dann freigelassen. Derzeit beträgt der Bestand der Herden rund 800 Pferde, jedes Jahr kommen gut 130 Fohlen zur Welt. Aber nicht alle sind begeistert. Für Autofahrer stellen die frei umherlaufenden Tiere eine Gefahr dar. Und manche Bauern sind verärgert, wenn die Pferde ihren Höfen zu nahe kommen und nach Futter suchen. Anders Zeljko Kristo. Für ihn sind die Pferde zur Lebensaufgabe geworden. Im Bosnienkrieg wurde er als Soldat gefangen genommen und misshandelt. Die Tiere helfen ihm, mit seinen Kriegstraumata besser umzugehen.

      • Portugal: Die Muschel-Mafia vom Tejo

      Im weitausladenden Tejo-Delta bei Lissabon breitet sich seit einigen Jahren die japanische Venusmuschel aus. Dort operieren professionelle Fischer mit illegalen Fangmethoden. Die Muscheln sind jedoch häufig mit Toxinen und Schwermetallen schwer belastet. Jede Muschel wird von etlichen Litern Wassern pro Tag durchspült, dabei setzen sich auch Schadstoffe im Muschelfleisch ab. Trotzdem werden sie ohne Prüfung auf Gift- und Schadstoffe mithilfe mafiöser Strukturen europaweit in den Handel gebracht. Die Wasserschutzpolizei kontrolliert regelmäßig, kommt aber an die Hintermänner kaum heran.

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      Sonntag, 01.08.21
      12:45 - 13:15 Uhr (30 Min.)
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