• 20.06.2021
      12:03 Uhr
      Presseclub Klimaschutz, sichere Renten, keine Steuererhöhung: Wie glaubwürdig ist das Wahlprogramm der Union? | Das Erste
       

      Noch knapp 100 Tage bis zur Wahl. An diesem Wochenende tüftelt die Union als letzte Partei an ihrem Programm. Offiziell wird es erst am Montag vorgestellt, aber Einzelheiten sind schon durchgesickert.

      Gäste:

      • Angelika Hellemann, Bild am Sonntag
      • Yasmine M'Barek, ZEIT Online
      • Ulrich Reitz, FOCUS Online
      • Stefan Schulz, Podcaster und Soziologe

      Sonntag, 20.06.21
      12:03 - 12:45 Uhr (42 Min.)
      42 Min.

      Noch knapp 100 Tage bis zur Wahl. An diesem Wochenende tüftelt die Union als letzte Partei an ihrem Programm. Offiziell wird es erst am Montag vorgestellt, aber Einzelheiten sind schon durchgesickert.

      Gäste:

      • Angelika Hellemann, Bild am Sonntag
      • Yasmine M'Barek, ZEIT Online
      • Ulrich Reitz, FOCUS Online
      • Stefan Schulz, Podcaster und Soziologe

       

      Stab und Besetzung

      Moderation Volker Herres

      Noch knapp 100 Tage bis zur Wahl. An diesem Wochenende tüftelt die Union als letzte Partei an ihrem Programm. Offiziell wird es erst am Montag vorgestellt, aber Einzelheiten sind schon durchgesickert. Wer Antworten auf die wichtigsten Zukunftsfragen erwartet, wird aber enttäuscht.

      Beispiel Rente: Die Union verspricht sichere, solide Renten, von denen man auch im Alter gut leben kann. Wie das gehen soll, wenn die Babyboomer in Rente gehen, sagt sie aber nicht. Der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium hatte erst vor kurzem darauf hingewiesen, dass dem bisherigen System ein Finanzierungsschock droht, weil immer weniger Beitragszahler für immer mehr Rentner aufkommen müssen.

      Beispiel Klimaschutz: Zwar will auch die Union Deutschland bis 2045 klimaneutral machen, dafür soll der internationale Emissionshandel ausgebaut und die Bereiche Verkehr und Gebäude einbezogen werden. Aber was das den Bürger kostet, bleibt offen.

      Außerdem verspricht die Union, keine neuen Steuern zu erheben, aber gleichzeitig auch keine neuen Schulden zu machen. Wie soll das funktionieren?
      Schon jetzt ist klar, dass die Bundesregierung ab 2022 deutlich mehr neue Schulden wird machen müssen, um die Mehrausgaben bei Pflege, Gesundheit und Klima zu finanzieren. Wie passt das Programm also zur Realität? Warum lässt die Union ihre Wähler im Unklaren? Ist das unaufrichtig oder Taktik, um im September stärkste Kraft zu werden? Wird ihr das so gelingen? Wie viel Ehrlichkeit vertragen die Deutschen?

      Darüber diskutiert am Sonntag im "Presseclub" Volker Herres mit den Gästen:

      • Angelika Hellemann, Stellvertretende Ressortleiterin Politik, Bild am Sonntag

      Ihre journalistische Laufbahn begann Angelika Hellemann im Regionaljournalismus bei der "Lippische Landes-Zeitung". 2002 ging sie nach Hamburg zur Axel-Springer-Journalistenschule und arbeitete im Anschluss bei der "BILD am Sonntag". 2007 wechselte sie als Korrespondentin in das Parlamentsbüro nach Berlin. Dort übernahm Angelika Hellemann die Berichterstattung über die SPD und später auch über die Grünen. Seit 2014 ist Angelika Hellemann stellvertretende Politikchefin.

      • Yasmine M'Barek, Redakteurin, Ressort X, Zeit Online

      Yasmine M'Barek widmet sich seit Jahren Themen aus Gesellschaft, aktuellem Geschehen sowie der deutschen Innenpolitik, die sie in ihren Podcasts "Auf einen Polittee mit Yasmine M'Barek" und in Artikeln für verschiedene Zeitungen veröffentlichte. 2020 ernannte sie das "Medium Magazin" zu einer der "Top 30 bis 30" im Journalismus. Seit Mai 2021 ist sie Redakteurin im Ressort X von Zeit Online. Ihr Hauptthema ist die Innenpolitik und dabei vorrangig CDU und CSU.

      • Ulrich Reitz, Chefkorrespondent, focus online

      Nach dem Studium der Politik und Germanistik sowie einem Volontariat war Ulrich Reitz zunächst Redakteur im Nachrichtenressort, politischer Korrespondent in der Parlamentsredaktion und später Leiter des Ressorts Innenpolitik bei der Zeitung "Die Welt". 1992 ging er als Redaktionsleiter zum "Focus" nach Bonn. Ab 1997 war er Chefredakteur der "Rheinischen Post". Von 2005 bis 2014 war Ulrich Reitz Chefredakteur der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Dann wechselte er wieder zum "Focus", den er bis Frühjahr 2016 als Chefredakteur leitete. Heute ist er freier Journalist und schreibt die Kolumne "angespitzt" für "Focus online".

      • Stefan Schulz, Podcaster und Soziologe

      Stefan Schulz studierte Soziologie und gründete gemeinsam mit Kommilitonen 2008 den Blog "Sozialtheoristen". Von 2011 bis 2014 schrieb Stefan Schulz für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, bei der er auch volontiert hatte. Zu seinen Schwerpunktthemen gehörte vor allem Einflüsse des Medienwandels auf den Journalismus, soziale und ökonomische Strukturveränderungen im und durch das Internet und die Auswirkungen der modernen Überwachungsmöglichkeiten. Von 2014 bis Juli 2020 arbeitete Stefan Schulz mit Tilo Jung zusammen. Gemeinsam produzierten sie den "Aufwachen!"-Podcast. Seither betreibt er in Zusammenarbeit mi

      t Jenny Günther den neuen "Alias"-Podcast. Zurzeit arbeitet er an seinem neuen Buch zur Rentenpolitik.

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