• 05.12.2022
      01:05 Uhr
      Amerikas Naturwunder - Der Grand Canyon 3sat
       

      Er gehört zum Weltnaturerbe der Menschheit: Der Grand Canyon. Kaum ein anderes Naturwunder der Erde wirkt beeindruckender. Bis zu 1.600 Meter tief hat sich der Colorado über Millionen von Jahren in das Gestein gegraben und eine Schlucht erschaffen, die an ihrer breitesten Stelle fast 30 Kilometer misst. Zum Schutz großer Teile des einzigartigen Canyons richtete die US-Regierung 1908 ein National Monument ein, aus dem 1919 der Grand Canyon National Park hervorging. 1979 nahm die UNESCO den Grand Canyon schließlich in die Riege der Weltnaturdenkmäler auf.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 05.12.22
      01:05 - 01:50 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      VPS 01:00

      Er gehört zum Weltnaturerbe der Menschheit: Der Grand Canyon. Kaum ein anderes Naturwunder der Erde wirkt beeindruckender. Bis zu 1.600 Meter tief hat sich der Colorado über Millionen von Jahren in das Gestein gegraben und eine Schlucht erschaffen, die an ihrer breitesten Stelle fast 30 Kilometer misst. Zum Schutz großer Teile des einzigartigen Canyons richtete die US-Regierung 1908 ein National Monument ein, aus dem 1919 der Grand Canyon National Park hervorging. 1979 nahm die UNESCO den Grand Canyon schließlich in die Riege der Weltnaturdenkmäler auf.

       

      Er gehört zum Weltnaturerbe der Menschheit: Der Grand Canyon. Kaum ein anderes Naturwunder der Erde wirkt beeindruckender. Bis zu 1.600 Meter tief hat sich der Colorado über Millionen von Jahren in das Gestein gegraben und eine Schlucht erschaffen, die an ihrer breitesten Stelle fast 30 Kilometer misst.

      Zum Schutz großer Teile des einzigartigen Canyons richtete die US-Regierung 1908 ein National Monument ein, aus dem 1919 der Grand Canyon National Park hervorging. 1979 nahm die UNESCO den Grand Canyon schließlich in die Riege der Weltnaturdenkmäler auf.

      Das Colorado Plateau, und die Schlucht, die der gleichnamige Fluss mit seiner Wasserkraft erschaffen hat, sind extrem unterschiedliche Lebensräume: Die Hochplateaus, die den Canyon umgeben, sind flach und bilden ein Mosaik aus Wäldern, Steppen und Wiesen. Hörnchen, Wapitis, Maultierhirsche und selbst der Puma kommen hier vor.

      Nicht selten grasen Bisons auf den Wiesen im Norden des Canyon. Vor über einem Jahrhundert aus Kreuzungen mit Rindern hervorgegangen, wurden sie in Arizona angesiedelt. Sie vermehrten sich gut und gehen nun ihrer eigenen Wege. Auch Gabelböcke, die schnellsten landlebenden Säugetiere Amerikas, und Präriehunde gibt es hier. In alten, ungenutzten Bauen der Nager, ziehen Kanincheneulen ihre Küken groß. Sie brüten als einzige Eulenart der Welt unter der Erde.

      Die meisten der fünf Millionen Besucher, die Jahr für Jahr in den Nationalpark kommen, genießen die spektakuläre Aussicht vom Südrand der Mega-Schlucht, der über 2.1000 Meter hoch liegt. Gleich nebenan, im Holz abgestorbener Kiefern, legen Eichelspechte ihre Vorratskammern an: Sie haben Hunderte selbstgezimmerter Löcher mit Eicheln gefüllt, um so über den Winter zu kommen. Zwischen dem Hochplateau und dem Colorado tief unten, liegen die kargen, unzugänglichen Steilhänge. Sie sind der Lebensraum der Wüsten Dickhornschafe, den wahren Bezwingern des Grand Canyon. Leichtfüßig erklettern sie fast jede Ecke der großen Schlucht und liefern sich zur Brunftzeit spektakuläre Kämpfe. Reichen Drohgebärden und Imponiergehabe nicht aus, nehmen die Widder Anlauf und lassen ihre Hörner mit Wucht aufeinander prallen.

      30 Kilometer Luftlinie sind es an der breitesten Stelle von der Nordseite des Grand Canyon bis zu seiner Südseite. Für einen der seltensten Vögel der Welt, den Kalifornischen Kondor, ist das keine Entfernung. Mit einer Spannweite von gut drei Metern überwindet er die Strecke in wenigen Minuten. Dass man Kondore in den USA heute noch beobachten kann, ist einem aufwendigen Rettungsprojekt zu verdanken. Zu Beginn der 1980er Jahre gab es gerade noch 22 der majestätischen Vögel. Um sie vor dem Aussterben zu retten, wurden die letzten eingefangen und in der Obhut der Menschen vermehrt. Heute kreisen wieder mehr als 400 Kondore über dem Westen der USA, davon etwa 100 über dem Grand Canyon.

      Noch immer schneidet sich der Colorado weiter in sein uraltes Bett. Die Talsohle liegt auf etwa 700 Meter Höhe und senkt sich in mehreren Stufen hinab. Frost und Sonne lösen ständig neues Material aus den Wänden, das vom Regen in den Fluss geschwemmt wird. Nur wenige Besucher betreten das Innere des Canyon und nur jeder Hundertste lernt den Nationalpark aus der "Flussperspektive" kennen. Für die, die eine Bootsfahrt auf dem Colorado wagen, gehört eine aufregende Rafting Tour durch die Stromschnellen des Colorado mit zum Programm.

      Der Sommer ist vielleicht die beste Jahreszeit, den Grand Canyon im schönsten "Licht" zu erleben: Fast täglich ziehen tiefe Wolken über die große Schlucht hinweg. Gewaltige Gewitterzellen bilden sich über dem ausgedörrten Land und lassen den Canyon klein und unbedeutend erscheinen. Dann entlädt sich der Himmel mit geradezu biblischer Gewalt und tausende Tonnen Regen und Hagel donnern in die große Schlucht. Und wieder einmal bewahrheitet sich: Es gibt keinen so beeindruckenden Ort auf der Erde, wie den Grand Canyon.

      Ein Film von Yann Sochaczewski und Henry M. Mix

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