• 25.06.2022
      22:25 Uhr
      Der Fürst Pückler Park Bad Muskau - Welterbe mit grünem Daumen 3sat
       

      Die Dokumentation schwelgt in den von Pückler erdachten Blickachsen, zeigt, wie man seine Lieblingsfrucht, die Ananas, noch immer in Gewächshäusern zieht, wie 250 Jahre alte Bäume behütet werden wie ein Schatz - und erzählt, wie ein echtes Fürst-Pückler-Eis entsteht. Außerdem räumt der Film mit vielen Legenden über den Fürsten auf, der ein fähiger Soldat war, ein Dandy und Don Juan der Oberlausitz, ein Schuldenmacher und Aufschneider. Vor allem aber ein genialer Landschaftsgärtner.

      Samstag, 25.06.22
      22:25 - 23:10 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Die Dokumentation schwelgt in den von Pückler erdachten Blickachsen, zeigt, wie man seine Lieblingsfrucht, die Ananas, noch immer in Gewächshäusern zieht, wie 250 Jahre alte Bäume behütet werden wie ein Schatz - und erzählt, wie ein echtes Fürst-Pückler-Eis entsteht. Außerdem räumt der Film mit vielen Legenden über den Fürsten auf, der ein fähiger Soldat war, ein Dandy und Don Juan der Oberlausitz, ein Schuldenmacher und Aufschneider. Vor allem aber ein genialer Landschaftsgärtner.

       

      Im seinem nordöstlichsten Zipfel ist Sachsen ein Welterbe-trächtiges Zauberreich. Dort liegt der deutsch-polnische "Fürst Pückler Park" in Bad Muskau in der Lausitzer Landschaft.

      Hermann Ludwig Heinrich Graf von Pückler-Muskau hat in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf einem von der Neiße durchäderten Tal seine Vision von einem englischen Landschaftspark in einem 850 Hektar großen Refugium umgesetzt.

      Der größte Park seiner Art in Zentraleuropa sollte wie eine natürliche Ideallandschaft aus Wiesen, Hügeln, Teichen, Wegen, Brücken und Baumgiganten erscheinen - und war doch geniales Menschenwerk. Pückler ließ bis zu 25 Meter hohe Bäume verpflanzen. Heute hat eine freistaatliche Stiftung die Hege und Pflege des "Pückler Parkes" unter sich, "beackern" die Stiftungsgärtner ein grünes Vermächtnis, das jährlich 300.000 Besucherinnen und Besucher in seinen Bann schlägt.

      Das weinrote Muskauer Schloss wurde bei Kriegsende von Marodeuren abgefackelt, präsentiert sich inzwischen aber liebevoll saniert und mit spannender Ausstellung zum skandalträchtigen Fürsten Pückler, der sich couragiert in der Völkerschlacht bei Leipzig schlug, das Vertrauen des Zaren genoss, mit einem Heißluftballon aufstieg und angeblich weiße Hirsche vor seine Kutsche spannte.

      Ständig war dieser Pückler klamm und auf der Suche nach einer Braut mit reicher Mitgift, verfasste über seine amourösen und sonstigen Abenteuer Bestseller und frönte seiner "Parkomanie". Die insbesondere habe ihn ruiniert, lautet ein gängiges Klischee, sodass er sich auf den Alterssitz in Branitz zurückziehen und verkleinern musste, sich aber trotzdem PR-trächtig in einer Erdpyramide bestatten ließ.

      Film von René Römer

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