• 28.09.2021
      16:16 Uhr
      Der Paraná - Ein Fluss wie das Meer (1/3) Vom Ursprung durch Brasilien | 3sat
       

      Die Dokumentation folgt dem Paraná durch Argentinien, Paraguay und Brasilien bis zum Delta. Der erste Teil folgt dem Strom vom Entstehungspunkt im Hinterland des brasilianischen Bundesstaates São Paulo bis nach Paraguay. Auf den 800 Kilometern ist der Fluss zumeist aufgestaut, um Brasiliens hohen Energiebedarf zu decken. Das Ökosystem in der Region ist seitdem in Gefahr. Auch Abholzung, monokulturelle Landwirtschaft und der Klimawandel gefährden die Flora und Fauna. Menschen entlang des Flusses bieten Lösungsansätze an: Wiederaufforstung, Artenschutz, Öko-Tourismus und die Wiederverwertung von Abfällen aus der Fischzucht.

      Dienstag, 28.09.21
      16:16 - 17:00 Uhr (44 Min.)
      44 Min.
      VPS 16:15
      Stereo

      Die Dokumentation folgt dem Paraná durch Argentinien, Paraguay und Brasilien bis zum Delta. Der erste Teil folgt dem Strom vom Entstehungspunkt im Hinterland des brasilianischen Bundesstaates São Paulo bis nach Paraguay. Auf den 800 Kilometern ist der Fluss zumeist aufgestaut, um Brasiliens hohen Energiebedarf zu decken. Das Ökosystem in der Region ist seitdem in Gefahr. Auch Abholzung, monokulturelle Landwirtschaft und der Klimawandel gefährden die Flora und Fauna. Menschen entlang des Flusses bieten Lösungsansätze an: Wiederaufforstung, Artenschutz, Öko-Tourismus und die Wiederverwertung von Abfällen aus der Fischzucht.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Sebastian Saam

      In der ersten Folge "Vom Ursprung durch Brasilien" führt die Reise zum Entstehungspunkt des Paraná. Von dort fließt er durch das Hinterland der Bundesstaaten São Paulo und Paraná. Nannten die Ureinwohner den Paraná schon einen Fluss "wie das Meer", ist er hier über weite Strecken durch Eingriffe des Menschen noch größer geworden, teilweise bis zu zehn Kilometer breit.

      Aufstauung zur Energiegewinnung hat das Ökosystem verändert. Vor allem einheimischen Fisch gibt es kaum mehr und die Zucht von Fischen aus anderen Kontinenten dominiert. Entlang der Energieachse Brasiliens, die das Riesenland mit Strom versorgt, stehen Mensch, Tier und Umwelt großen Herausforderungen gegenüber. Nicht nur Staudämme haben die Flora und Fauna verändert, auch weitflächige Abholzung und monokulturelle Landwirtschaft bedrohen Lebensräume.

      Doch entlang der rund 800 Kilometer langen Strecke haben Menschen aus der Not eine Tugend gemacht. Eine Fischerin stellt mittlerweile aus Zuchtfischabfällen Fischleder her, das zu ökologisch einwandfreien Handtaschen oder Damenschuhen wird. Ein Landwirt hat auf einer einstigen Kaffeefarm wieder aufgeforstet, um ein Zeichen zu setzen und jüngeren Generationen zu zeigen, wie wichtig der Wald auch für ihr Überleben ist. Eine Biologin schützt eine seltene Affenart, die es nur am Paraná gibt.

      Dieser erste Teil erkundet in der Region aber auch noch intakte Naturparks wie die Ilha Grande, ein Inselparadies mitten im Fluss. Oder die Lagoa Xambrê, Brasiliens zweitgrößte Süßwasserlagune, wo der Paraná noch ursprünglich und authentisch ist. Aus der Luft, zu Wasser und zu Land folgt die dreiteilige Dokumentationsreihe dem Paraná flussabwärts durch Argentinien, Paraguay und Brasilien bis zum Delta. Eine faszinierende Welt, die hierzulande wenig bekannt ist. Was wird getan, um diese einzigartigen Naturschätze zu erhalten? Die Reihe porträtiert neben Flora und Fauna Menschen, die sich auf ungewöhnliche Weise für den Erhalt ihres Lebensraums einsetzen.

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