• 17.07.2021
      23:15 Uhr
      Ich, Daniel Blake Spielfilm Belgien/Frankreich/Großbritannien 2016 (I, Daniel Blake) | 3sat
       

      Nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat, kann der 59-jährige britische Witwer Daniel Blake nicht mehr seinem Beruf als Zimmermann nachgehen. So sieht er sich gezwungen, zum ersten Mal in seinem Leben staatliche Unterstützung in Form von Sozialhilfe zu beantragen. Sein Antrag wird abgelehnt, obwohl er von seiner Ärztin als arbeitsunfähig eingestuft wurde. Doch Daniel lässt sich vom zermürbenden Bürokratieapparat weder seine Würde noch seine Menschlichkeit nehmen und beschließt, für seine Rechte als aufrichtiger Staatsbürger zu kämpfen.

      Samstag, 17.07.21
      23:15 - 00:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo

      Nachdem er einen Herzinfarkt erlitten hat, kann der 59-jährige britische Witwer Daniel Blake nicht mehr seinem Beruf als Zimmermann nachgehen. So sieht er sich gezwungen, zum ersten Mal in seinem Leben staatliche Unterstützung in Form von Sozialhilfe zu beantragen. Sein Antrag wird abgelehnt, obwohl er von seiner Ärztin als arbeitsunfähig eingestuft wurde. Doch Daniel lässt sich vom zermürbenden Bürokratieapparat weder seine Würde noch seine Menschlichkeit nehmen und beschließt, für seine Rechte als aufrichtiger Staatsbürger zu kämpfen.

       

      Obwohl der 59-Jährige Daniel Blake einen Herzinfarkt erlitten hat, wird sein Sozialhilfeanspruch abgelehnt. Ein Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie beginnt.

      Bei seinem Besuch auf dem Sozialamt trifft Daniel auf die alleinerziehende Mutter Katie und ihre Kinder. Auch Katie befindet sich in einer schwierigen Lage und ist auf Unterstützung angewiesen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft.

      Katie wird beim Amt abgewiesen, weil sie sich verspätet hat. Daniel eilt ihr in der Diskussion mit den Beamten zur Hilfe, woraufhin beide hinausgeworfen werden. Anschließend begleitet Daniel Katie und ihre Kinder Dylan und Daisy, die nach zwei Jahren in einer Obdachlosenunterkunft endlich eine Wohnung in Newcastle bekommen haben, nach Hause. Fortan besucht er die junge Frau und ihre Kinder regelmäßig und wird sowohl für Katie als auch für ihre Kinder zu einer festen Bezugsperson. Während Katie verzweifelt nach einem Job sucht, hat Daniel mit der elektronischen Antragstellung zu kämpfen. Die finanzielle Lage der beiden wird immer kritischer. Durch die Umstände gezwungen, greifen sie schließlich zu drastischen Mitteln, um sich über Wasser zu halten. Hierbei wird auch auch Daniels und Katies Freundschaft auf die Probe gestellt.

      Das Filmdrama von Ken Loach, das 2016 mit der Goldenen Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet wurde, zeigt auf bedrückende Weise, wie Menschen im System der Bürokratie nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Eindrücklich veranschaulicht der Regisseur die inneren Widersprüche des Systems, die von einem Dickicht aus Anträgen und Formularen verdeckt werden.

      Der 1936 geborene Regisseur Ken Loach ist als engagierter Linker mit seinen Filmen seit über 50 Jahren so etwas wie das soziale Gewissen und der kritische, aber nie bösartige humanistische Chronist der britischen Gesellschaft und des britischen Kinos. Für "Ich, Daniel Blake" bekam er bereits seine 13. Einladung nach Cannes - für einen Film, der mit seiner naturalistischen, unaufgeregten Erzählweise eine Realität zeigt, die einen fassungslos, wütend und traurig zugleich macht.

      Der britische Regisseur Ken Loach, 1936 im mittelenglischen Nuneaton geboren, ist für seine authentische Darstellung und die Anprangerung sozialer Ungerechtigkeiten in seinen preisgekrönten Sozialdramen berühmt. Sein 2006 erschienenes Drama "The Wind that Shakes the Barley" über den irischen Unabhängigkeitskrieg in den 1920er Jahren wurde mit der Goldenen Palme für den besten Film und dem Europäischen Filmpreis für die beste Kamera ausgezeichnet. Mit "Ich, Daniel Blake" eroberte Loach noch einmal das Festival in Cannes und ging mit einer weiteren Palme nach Hause.

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      Samstag, 17.07.21
      23:15 - 00:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 25.09.2021